Peter Todd und das Rätsel von Satoshi Nakamoto: Die Theorie bleibt bestehen

Eine aktuelle HBO-Dokumentation mit dem Titel „Money Electric: The Bitcoin Mystery“ hat die Debatte über die Identität von Satoshi Nakamoto, dem mysteriösen Schöpfer von Bitcoin, neu entfacht. Der Dokumentarfilm deutete an, dass der Bitcoin-Core-Ingenieur Peter Todd hinter dem Satoshi-Pseudonym stecken könnte, was eine Welle von Online-Spekulationen auslöste.

Am 8. Oktober ließen durchgesickerte Aufnahmen des Dokumentarfilms darauf schließen, dass Todd Satoshi war, obwohl sie schnell gelöscht wurden. Diese Enthüllung löste zahlreiche Reaktionen aus, insbesondere auf Twitter, wo Journalisten und Enthusiasten ihre eigenen Recherchen durchführten. Peter Todd wies diese Vorwürfe jedoch schnell zurück.

Doch das Gerücht hält sich hartnäckig. Ein Twitter-Benutzer (@tier10k) teilte eine faszinierende Theorie: Im Jahr 2010 antwortete Todd Satoshi im Bitcointalk-Forum von einem neuen Konto aus und beendete versehentlich eine Nachricht, die Satoshi von seinem eigenen Konto aus startete. Dieser Zufall schürte Spekulationen, zumal beide Konten wenige Tage nach diesem Vorfall jegliche Aktivität einstellten.

Ein weiterer besorgniserregender Punkt: Todd bewarb angeblich auch die Funktion „Replace with Fee“ (RBF) unter einem anderen Pseudonym, John Dillon. Einige Beobachter haben festgestellt, dass sowohl Todd als auch „John Dillon“ britische oder kanadische Schreibweisen verwendeten, was die Idee einer möglichen Verbindung zwischen ihnen bestärkt.

Schließlich dürften bestimmte Details aus Todds Alltag, insbesondere seine Veröffentlichungen am Wochenende, mit dem angeblichen Lebensrhythmus von Satoshi Nakamoto übereinstimmten, der zu dieser Zeit Student gewesen sein könnte. Todd erwähnte sogar das „Opfer“ von Bitcoin, eine Anspielung, die manche als Hinweis auf das Verschwinden des Schöpfers von Bitcoin interpretieren.

Obwohl diese Theorien nicht bestätigt wurden, befeuern sie die Debatte weiterhin. Bitcoin wird unterdessen derzeit bei 62.343,49 $ gehandelt, nachdem er am 7. Oktober leicht um 0,47 % gefallen war.

#Bitcoin