Wöchentlicher Forex-Marktausblick 10–15 Aug: USD schwächer, während GBP und CAD die G10 anführen
📉 Der USD geriet diese Woche unter Druck, da sowohl der Juli-CPI als auch der PPI nachgaben, während die Einzelhandelsumsätze um 0,6% gegenüber dem Vormonat fielen. Die schwächeren Daten senkten die Erwartungen an weitere aggressive Fed-Zinserhöhungen, drückten die kurzfristigen US-Renditen nach unten und ließen den DXY die Woche bei rund 99,7–99,9 abschließen.
🇬🇧 GBP gehörte zu den stärksten G10-Währungen: GBP/USD hielt sich über 1,350. Das britische BIP im Q2 wuchs um 0,4% q/q und bestärkte die Einschätzung, dass sich die britische Wirtschaft im Vergleich zu den USA relativ robust zeigt, was Sterling stützt.
🇨🇦 CAD verzeichnete ebenfalls eine positive Woche, da USD/CAD in Richtung 1,387–1,393 fiel. Der kanadische Dollar wurde durch einen schwächeren USD, relativ stabile Ölpreise und mögliches Short-Covering gestützt, da die bearische Positionierung in CAD weiterhin hoch blieb.
🇪🇺 EUR/USD bewegte sich bei etwa 1,155–1,157 mit einer leichten Aufwärtsneigung, während USD/JPY sich in Richtung 159,0–159,5 erholte. Der Yen blieb durch Zinsdifferenzen und Carry-Trades unter Druck, was darauf hindeutet, dass die Wirkung der früheren Intervention allmählich nachlässt.
🏦 Die RBA hielt die Zinsen bei 4,35% und Norges Bank bei 4,25%, während beide eine relativ restriktive (hawkische) Guidance beibehielten. Diese geldpolitische Divergenz bot AUD und NOK etwas Unterstützung, als sich der Fed-Ausblick weniger restriktiv darstellte.
📊 In der nahen Zukunft bleibt der USD tendenziell schwach, sofern US-Daten weiterhin keine erneute Stärke zeigen. EUR/USD könnte sich in Richtung 1,160–1,165 bewegen, während USD/JPY 160 testen könnte, falls die Carry-Nachfrage anhält.
⚠️ Die wichtigsten Risiken konzentrieren sich weiterhin auf Hormus und die Ölpreise. Ein sprunghafter Anstieg der Energiekosten könnte Inflationssorgen neu entfachen und den USD stützen, während die dünne Liquidität im Sommer die FX-Märkte vorerst weitgehend in einer Spanne halten könnte, bis ein stärkerer Auslöser auftritt.
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