Die jüngste Kursbewegung bei Gold und Silber hat viele Amateuranleger daran zweifeln lassen, ob der Bullenmarkt noch intakt ist. Nach einem epischen Anstieg von 1.800 $ auf 5.600 $ durchläuft Gold eine gesunde, erwartete Konsolidierung. Während gängige Narrative als Ursache für den jüngsten Rücksetzer potenzielle Fed-Zinserhöhungen nennen, liegt die eigentliche Geschichte unter der Oberfläche: Zentralbankaktivitäten und geopolitische Lieferketten.
Die Schließung der Straße von Hormus während des Iran-Konflikts zwang die Zentralbanken, ihre Goldkauf-Programme vorübergehend zu stoppen, um unmittelbare wirtschaftliche Schocks im Inland sowie Ölknappheit zu bewältigen. Gleichzeitig verhängte Indien – einer der größten Goldverbraucher der Welt – in der Krise hohe Steuern, um die Nachfrage einzudämmen.