#KoreaMemoryChipStocksReverseLate Südkorea besaß keinen Index. Es besaß einen gehebelten AI-Memory-Trade.
Der Kospi mehr als verdreifachte sich, fiel dann in etwa sechs Wochen um rund 40% und löschte etwa 2,5 Billionen US-Dollar aus.
Das sieht nach einem KI-Crash aus, aber das tieferliegende Problem war die Marktstruktur.
Diversifikation verschwand
Bis Mitte 2026 machten Samsung Electronics und SK Hynix mehr als 50% des Werts der Börse aus.
Wer „Südkorea“ kaufte, ging daher eine überdimensionierte Wette auf zwei Hersteller von Speicherchips ein—einen Halbleiterzyklus und eine KI-Ausgaben-Story.
Ein Index kann Hunderte von Aktien enthalten und dennoch wenig echte Diversifikation bieten, wenn zwei Namen seine Richtung bestimmen.
Das Länderexposure war nur kosmetisch; der zugrunde liegende Trade war auf AI-Memory-Beta konzentriert.
Hebel machte Schwäche zu Liquidationen
Privatanleger erzeugten 60%–70% des täglichen Kospi-Handelsvolumens, während die Margin Loans in sechs Monaten um 7,9 Milliarden US-Dollar auf 27,1 Milliarden US-Dollar stiegen.
Korea führte daraufhin einzelne, aktiengebundene gehebelte ETFs ein—gekoppelt an Samsung und SK Hynix—nahe dem Höhepunkt der Euphorie.
Ein Rückgang von 5% bei der Aktie bedeutete für das 2x-Produkt ungefähr einen 10%-Verlust, bevor sich dies durch Zinseszins-Effekte verstärkte und erzwungenes Verkaufen den Schaden noch vertiefte.
Als Zweifel an der KI-Nachfrage und dem chinesischen Wettbewerb aufkamen, fehlte dem Markt genug eigenständiges Eigentum, um die Kehrtwende sauber aufzufangen.
Dieselben Investoren, Aktien und gehebelten Produkte, die den Rallye-Schub beschleunigten, wurden gemeinsam zu Verkäufern.
So wurde aus einer Korrektur im Halbleiterbereich ein nationales Markt-Ereignis.
Keine rein fundamentale Bewertung
Die Nachfrage nach Speicher hatte die Kapazitäten übertroffen, und einige Anleger erwarten weiterhin, dass die erhöhten Gewinne noch für weitere zwei Jahre anhalten.
Der anschließende 20%-Rebound des Kospi legt ebenfalls nahe, dass der Markt übers Ziel hinausgeschossen war, statt herauszufinden, dass die gesamte KI-These falsch war.
Starke Gewinne können jedoch einen Zusammenbruch nicht verhindern, wenn Erwartungen, Eigentümerstruktur und Verschuldung bereits überstrapaziert sind.
Sogar ein KI-fokussierter US-Hedgefonds soll Berichten zufolge im Juli rund 67% verloren haben und den Großteil seines Portfolios an börsennotierten Aktien liquidiert haben, um Kredite zurückzuzahlen.
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