Mitten im NATO-Territorium gibt es eine Stadt, von deren Fenstern aus man die Grenze zu Russland sehen kann. Narva, im äußersten Osten Estlands, wird nur durch einen Fluss und eine Brücke von Russland getrennt, die über Jahre hinweg Integration symbolisierte. Heute hat sich die Situation komplett verändert.
Auf der russischen Seite verstärken Kameras, Überwachung und militärische Präsenz das Gefühl eines konstanten Drucks. Auf der estnischen Seite behaupten die Bewohner, dass der Hauptunterschied in der Freiheit liegt. Viele fassen die Situation mit einem einfachen Satz zusammen: „Dort beobachten sie alles. Hier bestimmen wir über unser Leben.“